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Äußere und innere Barrieren

Von

Alexandra Villa-Forte

, MD, MPH, Cleveland Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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So merkwürdig das klingen mag: Es ist nicht immer einfach, zu sagen, was sich innerhalb und außerhalb des Körpers befindet, da der Körper viele Oberflächen hat. Die Haut, die genau genommen ein Organsystem ist, befindet sich offensichtlich an der Außenseite des Körpers. Das Organsystem der Haut bildet eine äußere Barriere, die den Körper vor dem Eindringen vieler schädlicher Stoffe schützt. Der Verdauungstrakt windet sich wie ein Schlauch durch den Körper; er hat seinen Eingang im Mund und den Ausgang am After. Befindet sich die Nahrung, wenn sie diesen Schlauch passiert, nun innerhalb oder außerhalb des Körpers? Nährstoffe und Flüssigkeit haben das Innere des Körpers erst dann wirklich erreicht, wenn sie in den Blutkreislauf aufgenommen wurden.

Die Luft gelangt durch Nase und Rachen in die Luftröhre (Trachea) und von dort in die weit verzweigten Atemwege der Lunge (Bronchien). An welcher Stelle liegt dieser Weg innerhalb des Körpers? Der Sauerstoff in den Lungen ( Überblick über das Atemsystem) kann erst dann von dem Körper genutzt werden, wenn er in den Blutkreislauf eintritt. Um ins Blut zu gelangen, muss Sauerstoff eine dünne Zellschicht durchdringen, die die Lunge auskleidet. Diese Schicht dient als Barriere gegen Bakterien und Viren, die möglicherweise mit der Luft in die Lunge gelangen. Solange die Erreger nicht in die Zellen oder ins Blut eindringen, verursachen sie in aller Regel keine Krankheit. Weil die Lungen viele Schutzmechanismen haben, etwa Antikörper, die Infektionen bekämpfen, und Flimmerhärchen, die Ablagerungen aus den Atemwegen entfernen, lösen die meisten in der Luft befindlichen Erreger keine Krankheit aus.

Körperoberflächen trennen nicht nur das Innere vom Äußeren, sondern sorgen auch dafür, dass alle Strukturen und Stoffe im Körper am richtigen Platz bleiben und richtig funktionieren können. Die inneren Organe schwimmen z. B. nicht in einem Pool aus Blut, da sich das Blut normalerweise in den Blutgefäßen befindet. Tritt Blut aus den Gefäßen aus und dringt in andere Teile des Körpers (Blutung) ein, wird das Gewebe nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und kann schwer geschädigt werden. Im Gehirn kann bereits sehr wenig ausgetretenes Blut Hirngewebe zerstören, da der Platz im Schädel begrenzt ist. Fließt die gleiche Menge Blut hingegen in den Bauchraum, wird kein Gewebe zerstört, da sich die Bauchdecke ausdehnen kann.

Speichel, der im Mund so wichtig ist, kann Schaden anrichten, wenn er beim Einatmen in die Lungen gerät, denn Speichel enthält Bakterien, die in der Lunge zu einer Vereiterung führen können. Die vom Magen produzierte Salzsäure schadet dem Magen nur in Ausnahmefällen. Fließt die Säure jedoch in die Speiseröhre hoch, kann sie Verätzungen hervorrufen, und bei einem Leck in der Magenwand können andere Organe durch die Säure beschädigt werden. Stuhl, also die unverdauten Nahrungsbestandteile, die durch den After ausgeschieden werden, kann lebensbedrohliche Infektionen auslösen, wenn er durch eine Öffnung in der Darmwand in die Bauchhöhle gelangt.

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