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Tod und Sterben bei Kindern

Von

Steven D. Blatt

, MD, State University of New York, Upstate Medical University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2018| Inhalt zuletzt geändert Nov 2018
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Kurzinformationen
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Viele Familien müssen mit den Schwierigkeiten eines kranken und sterbenden Kindes umgehen. Erwachsene erleben oft eine schwierige Zeit, wenn sie mit dem Tod umgehen müssen. Kindern kann es besonders schwer fallen, den Tod eines Freundes oder Familienmitglieds zu verstehen (siehe auch Krankheit und Tod bei Säuglingen und Einführung in Tod und Sterben).

Tod eines Kindes

Meistens sterben Kinder im Krankenhaus oder der Notaufnahme nach einer langen Krankheit, wie Krebs, oder plötzlich und unerwartet, wie nach einer Verletzung oder beim plötzlichen Kindstod (SIDS). Der Tod eines Kindes ist für die Familie schwer zu begreifen und zu akzeptieren. Für Eltern bedeutet es, die Träume und Hoffnungen für ihr Kind aufzugeben. Während des Trauerprozesses kann es sein, dass die Eltern nicht mehr in der Lage sind, sich um die Bedürfnisse von Familienmitgliedern, einschließlich anderer Kinder, zu kümmern. Beratungen durch Spezialisten im Umgang mit Familien, die ein Kind verloren haben, können hilfreich sein.

Manchmal reagieren Eltern auf den Verlust eines Kindes, indem sie sofort die nächste Schwangerschaft planen. Die Eltern erwarten dann ein „Ersatzkind“, während sie noch nicht um das verstorbene Kind getrauert und dessen Verlust noch nicht verarbeitet haben. Die Eltern übertragen ihre Gefühle und Erwartungen, die sie an das verstorbene Kind hatten, möglicherweise auf das „Ersatzkind“. Sie können überfürsorglich sein und glauben, dass das „Ersatzkind“ besonders viel Betreuung und Schutz benötigt.

Es ist auch normal, dass Eltern, die trauern, damit kämpfen, eine Verbindung zum neuen Kind aufzubauen. Eine Beratung für die Eltern und das neue Kind ist hilfreich.

Tod eines Familienmitglieds oder geliebten Menschen

Es hängt stark von der Entwicklung der Kinder ab, wie gut sie den Tod verstehen können. Ihnen muss der Tod eines geliebten Menschen oder Freundes so erklärt werden, dass sie es verstehen können. Kinder im Vorschulalter verstehen den Tod beispielsweise nur begrenzt. Die Eltern können versuchen, den Tod zu erklären, indem sie ihn mit einem anderen Ereignis in Verbindung setzen, wie dem Verlust eines geliebten Haustieres. Ältere Kinder können den Tod möglicherweise schon besser begreifen. Wenn sich der Vergleich auch anbietet, sollte der Tod niemals mit „Schlafengehen und nie wieder aufwachen“ gleichgesetzt werden, da das Kind dadurch Angst vor dem Zubettgehen bekommen kann.

Besuch kranker Kinder oder Erwachsener

Eltern können den Arzt des Kindes oder eine andere medizinische Fachkraft fragen, ob sie dem Kind den Besuch bei einem schwerkranken Kind oder Erwachsenen erlauben sollten. Manche Kinder fragen danach, sterbende Familienmitglieder oder Freunde zu besuchen. Eltern sollten ihre Kinder auf einen solchen Besuch vorbereiten, damit sie wissen, was sie erwartet. Zum Beispiel können sie dem Kind erzählen, dass die Person zwar anders aussieht, aber immer noch sie selbst ist. Die erkrankte Person kann ab- oder zugenommen haben oder durch die Krankheit ihre Haare verloren haben.

Teilnahme an einer Beerdigung

Eltern fragen sich oft, ob sie ihr Kind auf eine Beerdigung mitnehmen sollten. Diese Entscheidung sollte im Einzelfall getroffen werden und die Kinder sollten, wenn möglich, in die Entscheidung einbezogen werden. Wenn die Kinder an einer Beerdigung teilnehmen, sollte ein enger Freund oder Verwandter bei ihnen sein und sie unterstützen. Zudem sollten sie die Möglichkeit haben, die Beerdigung zu verlassen, wenn sie dies wünschen.

Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Kinder neugierig sind und viele Fragen stellen. Sie sollten die Kinder wissen lassen, dass dies in Ordnung ist.

Wenn jemand anders betroffen ist, können Kinder selbstbewusster und weniger hilflos sein, wenn sie ihren Teil beitragen können, zum Beispiel, indem sie

  • Blumen pflücken

  • Eine Karte schreiben oder malen

  • Ein Geschenk einpacken

  • Essen, Geld, Kleidung oder Spielzeug sammeln

Wenn ein Kind nach einem Todesfall verschlossen oder traurig wirkt, sich nicht an den üblichen Aktivitäten beteiligen will oder aggressiv ist, sollten die Eltern fachlichen Rat aufsuchen.

Weitere Informationen

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