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Pflegeunterbringung

Von

Steven D. Blatt

, MD, State University of New York, Upstate Medical University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2018| Inhalt zuletzt geändert Nov 2018
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Quellen zum Thema

Kinder, deren Familien vorübergehend nicht in der Lage sind, sich selbst um die Kinder zu kümmern, können in eine Pflegeunterbringung vermittelt werden. Das Verfahren einer Pflegeunterbringung wird von der lokalen Regierung unter Einhaltung der nationalen Gesetze bestimmt. Pflegeunterbringung ist den USA keine Seltenheit – über 750.000 Kinder sind jedes Jahr im Pflegeunterbringungssystem gemeldet.

Pflegeeltern

Pflegeeltern kümmern sich im Alltag um das Kind, haben in den meisten Fällen jedoch nicht die rechtliche Befugnis, über medizinische Behandlungen zu entscheiden. Auch wenn die Einzelheiten von Staat zu Staat unterschiedlich sind, behalten die leiblichen Eltern im Allgemeinen einige Verantwortungen und Befugnisse in Bezug auf ihre Kinder bei, bis ein Gericht anderweitig entscheidet. Die örtliche Behörde für soziale Einrichtungen, häufig als Department of Social Services (Sozialamt/Jugendamt) bezeichnet, hat oft die Möglichkeit, für die betreuten Kinder die medizinische Behandlung zu genehmigen und rechtliche Entscheidungen zu treffen.

Pflegekinder

Die meisten Kinder in Pflegeunterbringungen kommen aus Familien, die Schwierigkeiten damit hatten, eine sichere, pflegende und liebevolle Umgebung zu schaffen. Diese Familien sind häufig arm, ein Elternteil ist alleinerziehend, wenig gebildet oder die Eltern haben Probleme mit Missbrauch von Suchtmitteln oder psychische Erkrankungen. Das Leben ist häufig chaotisch und die medizinischen und zahnmedizinischen Bedürfnisse werden oft nicht erfüllt.

Rund 70 Prozent der Kinder, die das Jugendamt in eine Vollzeitpflege vermittelt, sind Opfer von Misshandlung oder Vernachlässigung. Die übrigen 30 Prozent sind hauptsächlich Jugendliche, für die das Jugendgericht Vollzeitpflege anordnet. Nur wenige Eltern entscheiden sich freiwillig dafür, ihr Kind in die Vollzeitpflege zu geben. Viele Kinder, die sonst in eine Pflegeunterbringung gegeben werden, werden der erweiterten Familie oder Freunden anvertraut, was als „Verwandtenpflege“ bezeichnet wird. Dies wird für gewöhnlich von den Behörden nicht überwacht. Jugendliche können ein betreutes Wohnen oder Wohneinrichtungen in Anspruch nehmen.

Wussten Sie ...

  • Über die Hälfte der Kinder in Pflegeunterbringung kehren zu ihrer leiblichen Familie zurück.

Die Trennung von der Familie ist für Kinder eine äußerst schmerzhafte Erfahrung. Manche Pflegekinder besuchen ihre Familien regelmäßig, andere nur eingeschränkt und nur unter Aufsicht.

Kinder, die in Pflegefamilien und ähnliche Einrichtungen kommen, müssen oft auf ihre gewohnte Umgebung, ihr schulisches Umfeld und das meiste ihrer persönlichen Habe verzichten. Viele Kinder und Jugendliche in der Pflegeunterbringung sind ängstlich und unsicher und haben das Gefühl, ihr Leben nicht kontrollieren zu können. Häufig fühlen sie sich abgelehnt und leiden unter dem Verlust; viele empfinden Wut und Trauer über die Trennung. Einige Kinder entwickeln Schuldgefühle und glauben, sie seien für den Zerfall ihrer leiblichen Familie verantwortlich. Häufig werden Pflegekinder von Gleichaltrigen wegen ihrer Situation gehänselt; dadurch verstärkt sich bei ihnen der Eindruck, irgendwie anders oder minderwertig zu sein.

Kinder in Pflegeunterbringung leiden häufiger an chronischen Gesundheitsproblemen und Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen sowie emotionalen Problemen als andere Kinder. Zudem ist es unwahrscheinlicher, dass sie für ihre Probleme die entsprechende medizinische und psychologische Betreuung erhalten. Jedoch kommen die meisten Kinder, die bei Pflegeeltern leben, gut zurecht, solange die Pflegefamilie die emotionalen Bedürfnisse des Kindes erfüllt. Vielen Pflegekindern hilft eine therapeutische Beratung weiter.

Rund die Hälfte aller Kinder kehrt wieder zu ihren leiblichen Eltern zurück. Etwa 20 Prozent der Pflegekinder werden adoptiert, in der Regel von den Pflegeeltern. Andere Kinder kommen zu Verwandten oder sind zu alt für eine Pflegeunterbringung. Eine kleine Zahl der Kinder kommt später in eine andere Pflegeunterbringung, wenn diese nicht funktioniert hat oder wenn die Pflegefamilie umzieht. Tragischerweise scheiden rund 18 Prozent der Kinder aufgrund ihres Alters aus dem Pflegesystem aus und fühlen sich keiner Familie zugehörig.

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