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Übersicht zu Krebs im Kindesalter

Von

Renee Gresh

, Nemours A.I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Bei Kindern tritt Krebs selten auf. In den USA gibt es weniger als 13.500 Fälle und jährlich 1.500 Todesfälle bei Kindern im Alter von bis zu 14 Jahren. Im Vergleich dazu gibt es 1,4 Millionen Fälle und jährlich 575.000 Todesfälle bei Erwachsenen. Allerdings ist Krebs nach tödlichen Verletzungen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Etwa 33 Prozent aller Krebserkrankungen im Kindesalter sind Leukämien. Zu den weiteren Krebsarten zählen Hirntumoren, Lymphome und bestimmte Knochenkrebsarten (Osteosarkom und Ewing-Sarkom im Knochen). Etwa 25 Prozent der Krebserkrankungen im Kindesalter machen Hirntumoren aus, etwa 8 Prozent Lymphome und etwa 4 Prozent Knochenkrebs.

Folgende Krebsarten kommen nur bei Kindern vor

Für Kinder sind die Heilungsaussichten bei Krebserkrankungen erheblich besser als für Erwachsene. Über 75 Prozent der Kinder mit Krebs überleben mindestens 5 Jahre. Aktuelle Schätzungen gehen von 350.000 Erwachsenen in den USA aus, die eine Krebserkrankung im Kindesalter überlebt haben.

Komplikationen der Krebsbehandlung

Wie bei Erwachsenen nehmen Ärzte auch bei Kindern verschiedene Behandlungen vor, unter anderem Operationen, Chemotherapie und Strahlentherapie. Immuntherapie (Eine neuere Art der Behandlung, bei der das Immunsystem zur Krebsbekämpfung eingesetzt wird) und gezielte Therapien (Arzneimittel, die bestimmte Teile der Krebszellen ansteuern und diese zerstören) werden untersucht und immer häufiger zur Krebsbehandlung bei Kindern eingesetzt. Da Kinder noch wachsen, können bei ihnen jedoch ganz andere unerwünschte Nebenwirkungen auftreten als bei Erwachsenen. So kann beispielsweise der Arm oder das Bein eines Kindes nach einer Bestrahlung möglicherweise nicht mehr voll auswachsen. Wenn das Gehirn bestrahlt wird, kann dies die intellektuelle Entwicklung beeinträchtigen. (Siehe auch Behandlungsgrundsätze bei Krebs.)

Nach einer erfolgreich überstandenen Krebstherapie haben Kinder im Vergleich zu Erwachsenen mehr Jahre vor sich, in denen sie Langzeitschäden der Chemo- und Strahlentherapie entwickeln können. Dazu zählen

  • Unfruchtbarkeit

  • Wachstumsstörungen

  • Herzschäden

  • Entstehung einer zweiten Krebserkrankung (bei 3 bis 12 % der Kinder, die ihre erste Krebserkrankung überleben)

  • Psychische und soziale Probleme

Da solche ernsten Folgen möglich und die Behandlungen komplex sind, sollten Kinder mit Krebs am besten in Zentren behandelt werden, in denen die Experten Erfahrung mit Krebserkrankungen im Kindesalter haben.

Wie oft sich zweite Krebserkrankungen entwickeln, hängt davon ab, um welche Art es sich beim ersten Krebs handelte und welche Chemotherapie für dessen Behandlung zum Einsatz kam.

Versorgungsteam für die Krebsbehandlung

Die Diagnose Krebs in Verbindung mit der dann einsetzenden intensiven Therapie stellen für das Kind und seine Familie eine erhebliche Belastung dar. Das Kind hat es schwer, einen normalen Alltag zu leben, vor allem, weil es regelmäßig ins Krankenhaus eingewiesen werden muss, häufige Arzttermine hat oder ambulant behandelt werden muss. Dies führt häufig zu überwältigendem Stress, da es für Eltern eine große Herausforderung darstellt, weiterhin zur Arbeit zu gehen, sich um die Geschwister zu kümmern und den vielen Bedürfnissen des krebserkrankten Kindes nachzukommen (siehe Chronische Erkrankungen bei Kindern). Die Situation verschlimmert sich noch mehr, wenn das Kind in einer entfernt gelegenen Spezialklinik behandelt wird.

Wussten Sie ...

  • In den USA sterben jährlich 1.500 Kinder an Krebs.

Eltern und Kindern benötigen ein Behandlungsteam, das auf Kinder spezialisiert ist, um mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Pädiater sind Ärzte, die sich auf die Versorgung und Behandlung von Babys, Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben. Folgende Personen sollen ein Teil des Teams sein:

  • Pädiatrische Krebsspezialisten (pädiatrischer Onkologe und Strahlenonkologe)

  • Pädiatrische Onkologiepflegekraft, eine eingetragene Pflegekraft, die sich um Kinder mit Krebs sowie deren Familien kümmert und diesen Wissen über die Krankheit vermittelt

  • Andere benötigte Spezialisten, wie ein Kinderchirurg mit Erfahrung im Biopsieren und der Entfernung von Tumoren bei Kindern, ein pädiatrischer Strahlenonkologe mit Erfahrung bei der Prüfung radiologischer (bildgebender) Untersuchungen und ein Pathologe mit Erfahrung beim Diagnostizieren von Krebs bei Kindern

  • Der Hausarzt

  • Pädiatrische Gesundheitsfachkräfte (Child Life Specialists), die darauf geschult sind, Kindern und deren Familien zu helfen, mit den Herausforderungen des Krankenhausaufenthaltes, der Erkrankung und der Behinderung umzugehen

  • Ein Sozialarbeiter, der emotionale Unterstützung bietet und bei den finanziellen Aspekten der Pflege helfen kann

  • Ein Lehrer, der mit dem Kind, der Schule und dem Behandlungsteam zusammenarbeitet und sicherstellt, dass die Schulbildung des Kindes fortgeführt wird

  • Eine Kontaktperson an der Schule, die die Beziehung zwischen Kind und Familie auf der einen und Lehrer und Schule auf der anderen Seite unterstützen kann

  • Ein Psychologe, der das Kind, Geschwister und Eltern während der Behandlung unterstützt

In vielen Behandlungsteams gibt es zudem einen Elternvertreter. Dabei handelt es sich um ein Elternteil, das ebenfalls ein an Krebs erkranktes Kind hat und Familienmitglieder beraten kann.

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