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Primäres infantiles Glaukom

(Infantiles Glaukom; Kongenitales Glaukom; Buphthalmus)

Von

Leila M. Khazaeni

, MD, Loma Linda University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Quellen zum Thema

Ein primäres infantiles Glaukom ist eine seltene angeborene Fehlbildung, die verhindert, dass Flüssigkeiten ungehindert aus dem vorderen Teil des Auges austreten. Dieser Verschluss erhöht den Druck im Auge, beschädigt bei unterlassener Behandlung den Sehnerv und kann sogar zur vollständigen Blindheit führen.

(Siehe auch Glaukom (grüner Star) bei Erwachsenen.)

Normalerweise wird das Kammerwasser, welches das Auge mit Nährstoffen versorgt, vom Ziliarkörper hinter der Iris (in der Hinterkammer) produziert und fließt durch die Pupille in den vorderen Augenbereich (Vorderkammer), wo es über Abflusskanälchen zwischen der Iris und der Hornhaut abfließt. Wenn dieser Abfluss blockiert ist, steigt der Augeninnendruck.

Normaler Flüssigkeitsabfluss

Flüssigkeit wird im Ziliarkörper hinter der Iris (in der Hinterkammer) produziert, fließt zur Vorderseite des Auges (Vorderkammer) und tritt dann durch die Abflusskanälchen aus.

Normaler Flüssigkeitsabfluss

Primäre infantile Glaukome treten bei Säuglingen und kleinen Kindern auf und betreffen entweder ein Auge (bei 40 Prozent der Kinder) oder beide Augen (bei 60 Prozent der Kinder). Diese Krankheit wird als primär bezeichnet, da sie nicht durch eine andere Krankheit wie das Sturge-Weber-Syndrom verursacht wird. Der Augeninnendruck übersteigt den normalen Druckbereich. Der Augeninnendruck kann bei Kleinkindern auch nach einer Verletzung oder Augenoperation steigen (z. B. nach der Entfernung einer Katarakt).

Beim primären infantilen Glaukom oder bei einem Glaukom in der frühen Kindheit kann es zur Vergrößerung des betroffenen Auges kommen, da sich die Sklera (die robuste weiße Faserschicht, die das Auge abdeckt) und die Hornhaut (die durchsichtige Schicht vor der Iris und der Pupille) aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks ausdehnen. Bei Glaukomen, die im Erwachsenenalter auftreten, kommt es zu keiner Vergrößerung. Die Hornhaut ist manchmal getrübt. Aufgrund des hellen Lichts (Photophobie) können Kleinkinder tränende Augen oder Augenschmerzen haben.

Wenn dies nicht behandelt wird, schreitet die Hornhauttrübung fort, der Sehnerv wird beschädigt, und es kann zur Blindheit kommen. Um diesen Komplikationen vorzubeugen, erstellen Ärzte so schnell wie möglich anhand einer Operation ein neues Drainagesystem (Goniotomie oder Trabekulektomie).

Weitere Informationen zum infantilen Glaukom

Bei dem Folgenden handelt es sich um ein englischsprachiges Hilfsmittel, das nützlich sein kann. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

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