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Blutgerinnsel nach der Entbindung

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2018| Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Kurzinformationen

Ungefähr 6 bis 8 Wochen nach der Entbindung ( Thromboembolische Erkrankungen in der Schwangerschaft) besteht ein erhöhtes Risiko eines Blutgerinnsels (Thrombophlebitis). Gewöhnlich bilden sich diese in den tiefen Bein- oder Beckenvenen (eine Erkrankung, die tiefe Venenthrombose genannt wird).

Zuweilen löst sich eines dieser Blutgerinnsel und wandert durch den Blutstrom in die Lunge, wo es in ein Blutgefäß der Lunge eindringt und den Blutfluss blockiert. Diese Blockierung wird Lungenembolie genannt.

Blutgerinnsel können sich auch direkt unter der Haut in den Venen in den Beinen bilden. Diese Erkrankung wird als oberflächliche Venenthrombose (oberflächliche Thrombophlebitis) bezeichnet.

Symptome

Steigt nach der Entbindung die Körpertemperatur an, kann dies gegebenenfalls auf ein Blutgerinnsel zurückgeführt werden.

Wenn sich in einer Beinvene ein Blutgerinnsel bildet, kann der betroffene Beinbereich, meist die Wade, Schmerzen verursachen, empfindlich auf Berührung sein, sich heiß anfühlen und anschwellen. Bei einem Blutgerinnsel im Becken kann die betroffene Person symptomfrei bleiben.

Das erste Anzeichen einer Lungenembolie kann Atemlosigkeit sein.

Diagnose

  • Ultraschall bei einer tiefen Beinvenenthrombose

  • Computertomographie bei einer Lungenembolie

Oberflächliche Blutgerinnsel können in der Regel anhand einer körperlichen Untersuchung festgestellt werden.

Die Diagnose einer tiefen Venenthrombose stützt sich gewöhnlich auf die Ergebnisse eines Ultraschalls. Gelegentlich ist ein Bluttest zur Messung des D-Dimer-Werts (Abbauprodukt von Blutgerinnseln) hilfreich.

Besteht ein Verdacht auf Lungenembolie, wird eine Computertomographie (CT) der Brust durchgeführt, nachdem ein röntgendichtes Kontrastmittel in eine Vene gespritzt wurde. Mithilfe des Kontrastmittels ist die Blockierung leichter zu sehen.

Behandlung

  • Warme Umschläge, Kompressionsstrümpfe und Hochlagern der Beine bei oberflächlichen Blutgerinnseln

  • Arzneimittel bei einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie

Die Behandlung eines Blutgerinnsels in einer oberflächlichen Vene des Beins besteht aus warmen Umschlägen (zur Erleichterung der Beschwerden), Kompressionsverbänden, die vom Arzt bzw. von der Krankenschwester angelegt werden, und Bettruhe mit hochgelagerten Beinen (z. B. wird der Fußteil des Bettes etwa 15 Zentimeter höher gestellt). Bei umfangreichen oberflächlichen Blutgerinnseln werden den betroffenen Frauen in seltenen Fällen Medikamente verabreicht, welche die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulanzien, die manchmal auch als Blutverdünner bezeichnet werden).

Frauen mit einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie müssen Antikoagulanzien einnehmen, welche die Blutgerinnung hemmen. Manchmal wird ein Filter in die untere Hohlvene eingesetzt (die Vene, die Blut vom unteren Teil des Körpers zurück zum Herzen führt). Der Filter verhindert, dass ein Blutgerinnsel aus den Beinen in die Lunge wandert. In seltenen Fällen wird zur Entfernung des Gerinnsels ein chirurgischer Eingriff notwendig.

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