Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Ernährungsunterstützung für sterbende oder schwer demente Patienten

Von

David R. Thomas

, MD, St. Louis University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen

Menschen, die im Sterben liegen, verlieren ihren Appetit Appetitlosigkeit Viele tödliche Erkrankungen verursachen ähnliche Symptome, z. B. Schmerzen, Atemnot, Verdauungsstörungen, Inkontinenz, offene Haut und Erschöpfung. Depressionen und Ängste, Verwirrung und Bewusstseinsstörungen... Erfahren Sie mehr , und Menschen mit fortgeschrittener Demenz Demenz Unter Demenz versteht man eine allmähliche Abnahme der geistigen Fähigkeiten, wobei Gedächtnis, Denkvermögen, Urteilskraft und Lernfähigkeit beeinträchtigt sind. Die typischen Symptome umfassen... Erfahren Sie mehr , ihre Fähigkeit zu essen. Familienmitglieder sorgen sich oft, wie sie diesen Menschen Nahrung anbieten können, und fragen vielleicht den Hausarzt um Rat, ob eine Sondenernährung Sondenernährung Eine Sondenernährung kann zur Ernährung von Patienten eingesetzt werden, deren Verdauungstrakt normal arbeitet, die jedoch nicht ausreichend essen können, um ihren Nährstoffbedarf zu decken... Erfahren Sie mehr Sondenernährung oder intravenöse Ernährung Intravenöse Ernährung Eine intravenöse Ernährung erfolgt, wenn der Verdauungstrakt Nährstoffe nicht adäquat resorbieren kann, wie dies bei schwerer Malabsorption vorkommt. Sie wird auch verwendet, wenn der Verdauungstrakt... Erfahren Sie mehr (Ernährungsunterstützung) sinnvoll wäre. Familienmitglieder möchten eine Ernährungsunterstützung aus zahlreichen Gründen anwenden. So wird Nahrung beispielsweise in der Geschichte der Menschheit in allen Kulturen mit Liebe, Fürsorge, Gastfreundlichkeit und Unterstützung in Verbindung gebracht. Mahlzeiten im Familienkreis gelten vielleicht als soziales Ereignis, das die Familienmitglieder nicht aufgeben möchten.

Eine Ernährungsunterstützung scheint hier jedoch nicht von Nutzen zu sein. Sie scheint das Leben nicht zu verlängern und nicht die Lebensqualität zu verbessern. Viele Ärzte und Pflegekräfte, die sich um Sterbende kümmern, glauben, dass die Tage vor dem Sterben belastender werden, wenn die Patienten dann eine Ernährungsunterstützung erhalten oder gezwungen werden, mehr zu essen, als sie möchten. Menschen mit fortgeschrittener Demenz oder Sterbende werden nicht durch ein Hungergefühl belastet. Sie fühlen sich normalerweise wohler, wenn sie nach Wunsch essen und trinken dürfen. Während des Sterbeprozesses beginnt der Körper abzuschalten, sodass ein Mensch das Verlangen nach Essen und Trinken verliert. Auch wurden, ausgenommen in der neueren Vergangenheit, sterbende Menschen weder mit einer Ernährungsunterstützung versorgt noch gezwungen, mehr zu essen als sie wünschten. Daher empfehlen Ärzte normalerweise eine Ernährungsunterstützung nicht.

Wussten Sie ...

  • Menschen, die im Sterben liegen oder unter fortgeschrittener Demenz leiden, sollten nicht gezwungen oder gedrängt werden, mehr zu essen als sie möchten.

Wenn nicht damit gerechnet wird, dass der Tod innerhalb von Stunden oder Tagen eintritt, kann eine Ernährungsunterstützung über einen begrenzten Zeitraum versucht werden, um zu sehen, ob das Wohlbefinden, die geistige Orientiertheit oder die Energie des Patienten etwas zurückkehrt. Oft wird keine Verbesserung deutlich. Die sterbende Person und die Familienmitglieder sollten ausdrücklich mit dem Arzt vereinbaren, wann eine Ernährungsunterstützung versucht und wann sie abgebrochen werden sollte, insbesondere, wenn deutlich wird, dass sie keinen Nutzen bringt (siehe Vorausverfügungen Schriftliche Vorausverfügungen Gesundheitliche Vorsorgevollmachten sind Rechtsdokumente, die die Wünsche einer Person bezüglich ihrer Entscheidungen über ihre medizinische Versorgung enthalten, falls die Person nicht mehr... Erfahren Sie mehr ).

Nichtsdestotrotz können Familienmitglieder und Pflegekräfte Nahrung auf eine Art und Weise anbieten, die wohltuend ist, und die Person vorsichtig zum Essen motivieren:

  • Nahrung langsam anbieten.

  • Kleine Portionen Nahrung und kleine Mengen Wasser anbieten.

  • Bevorzugte, stark aromatische oder leicht zu schluckende Speisen anbieten.

  • Kleine Mengen eines bevorzugten alkoholischen Getränks 30 Minuten vor den Mahlzeiten anbieten.

  • Am wichtigsten ist jedoch, die Person wählen zu lassen, wann und was sie essen und trinken möchte.

Appetitanregende Arzneimittel wie bestimmte Antidepressiva, Megestrol oder Dronabinol können helfen.

Andere Formen der Fürsorge, beispielsweise Zähne putzen, Befeuchten des Munds mit feuchten Tupfern bei Bedarf, Verabreichen von Eisstückchen und Auftragen von Lippenpflege können die sterbende Person physisch und psychisch trösten, ebenso wie auch die Familienmitglieder, die diese Fürsorge geben. Hospizpflege Hospizpflege Hospiz ist ein Pflegekonzept und -programm, das vor allem darauf abzielt, das Leiden des Sterbenden und seiner Angehörigen zu minimieren. In den Vereinigten Staaten ist Hospiz das einzige breit... Erfahren Sie mehr -Personal kann die erforderliche Hilfe leisten.

Eine Beratung kann Familienmitgliedern helfen, die sich Gedanken machen, ob eine Ernährungsunterstützung notwendig ist.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Fluorid
Welche Körperteile benötigen Fluorid für ihre Bildung und ihre Gesundheit?

Auch von Interesse

NACH OBEN