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Symptome von Bluterkrankungen

Von

David J. Kuter

, MD, DPhil, Harvard Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Quellen zum Thema

Bluterkrankungen können zu verschiedenen Symptomen in fast jedem Bereich des Körpers führen. Meist werden die Symptome durch Abnahme der Blutbestandteile verursacht.

Zuweilen stehen die Symptome mit einem Anstieg der Blutbestandteile in Verbindung.

  • Eine erhöhte Anzahl von roten Blutkörperchen kann zu einer Verdickung des Blutes (erhöhten Viskosität des Blutes) führen und so Kopfschmerzen und eine rote Hautfarbe (Plethora) verursachen.

  • Eine erhöhte Anzahl der Proteine des Immunsystems kann zu einer erhöhten Verdickung des Blutes (erhöhten Viskosität des Blutes) führen.

  • Eine erhöhte Anzahl der Blutplättchen oder der Blutgerinnungsfaktoren kann zu einer übermäßigen Blutgerinnung (Thrombose) führen.

Bei manchen Erkrankungen des Blutes wird das Blut durch die erhöhte Menge der immunbezogenen Proteine, der roten Blutkörperchen oder Blutplättchen dicker. Dieses verdickte (zähere) Blut hat möglicherweise Schwierigkeiten, durch die kleinen Blutgefäße zu gelangen. Dadurch wird die Durchblutung in bestimmten Bereichen des Körpers reduziert. Diese schwere Erkrankung wird als Hyperviskositätssyndrom bezeichnet. Betroffene haben möglicherweise Symptome wie Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrung. Das Hyperviskositätssyndrom kann bei Patienten mit multiplem Myelom auftreten. Hier wird es durch eine erhöhte Anzahl an Proteinen des Immunsystems verursacht.

Bei Bluterkrankungen treten häufig Symptome auf, die auch bei anderen Störungen vorkommen. Beispielsweise kann die Schwäche und Kurzatmigkeit einer Anämie auch von anderen Störungen verursacht werden, die die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigen. Dazu zählen Erkrankungen von Herz und Lunge. Andererseits kann das leichte Entstehen von Blutergüssen, was auf eine Bluterkrankung hindeutet, auch von anderen Störungen verursacht werden. Dazu zählen insbesondere Störungen der Blutgefäße oder die Anwendung verschiedener Arzneimittel, wie z. B. Aspirin.

Erkrankungen, die keine Bluterkrankungen sind, können Blutungen verursachen, z. B. Verletzungen, operative Eingriffe, Menstruationsblutung, Geburt oder das Zahnen bei Kindern. Blut im Urin oder im Stuhl wird in der Regel durch eine Anomalie im Harn- oder Magen-Darm-Trakt und nicht durch eine Bluterkrankung verursacht. Bluterkrankungen können jedoch alle Blutungen verschlimmern. Bei Personen mit Bluterkrankungen kann es nach zahnärztlichen Eingriffen zu übermäßigen Blutungen kommen oder bei Frauen kann die Menstruationsblutung sehr stark sein.

Manche Symptome deuten eher auf Erkrankungen des Blutes hin. Nur ein paar Beispiele hierfür sind:

  • Blutgerinnsel (Phlebitis), normalerweise in einem Bein (was häufig zu Schwellungen, Rötung und/oder Wärme im Bein oder zu Kurzatmigkeit führt)

  • Petechien (ein stecknadelkopfgroßer roter Hautausschlag durch eine zu geringe Anzahl an Blutplättchen)

  • Blutblasen im Mund (durch eine zu geringe Anzahl an Blutplättchen oder Gerinnungsstörungen)

  • Geschwollene Lymphknoten durch Krebs der weißen Blutkörperchen (wie z. B. Leukämien oder Lymphome) verursacht

  • Blässe (blasse Haut) durch Anämie

  • Pica (Essen von Eis, Dreck oder Lehm) deutet auf Eisenmangelanämie hin.

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