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Auswirkungen des Alterns auf die Augen

Von James Garrity, MD, Whitney and Betty MacMillan Professor of Ophthalmology, Mayo Clinic

Im mittleren Alter verliert die Linse des Auges an Flexibilität und ihre Fähigkeit, sich zu verdicken, nimmt ab, sodass sie sich weniger gut auf naheliegende Objekte konzentrieren kann, ein Zustand, der als Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bezeichnet wird. Mit einer Lesebrille oder bifokalen Linsen lässt sich diese Fehlsichtigkeit ausgleichen. Für weitere Informationen über die Auswirkungen des Alterns auf die Augen, siehe Veränderungen im Körper beim Älterwerden : Augen.

In fortgeschrittenem Alter umfassen die Veränderungen der Sklera (das Weiße im Auge) die folgenden:

  • ein Vergilben oder ein Braunwerden, verursacht durch den langjährigen Kontakt mit ultraviolettem Licht, mit Wind und Staub;

  • willkürliche Pigmentflecken (bei Personen mit dunkler Hautfarbe eher verbreitet);

  • ein Dünnerwerden der Bindehaut;

  • einen bläulichen Farbton, der durch eine zunehmende Transparenz der Bindehaut hervorgerufen wird.

Mit zunehmendem Alter kann die Zahl der Schleimzellen in der Bindehaut abnehmen. Die Produktion der Tränenflüssigkeit kann sich ebenfalls mit zunehmendem Alter reduzieren, sodass weniger Tränen zur Verfügung stehen, um die Oberfläche der Augen feucht zu halten. Diese beiden Veränderungen erklären, warum ältere Menschen eher dazu neigen, trockene Augen zu haben.

Mit Arcus senilis (Arcus lipoides corneae) bezeichnet man eine ringförmige grauweiße Trübung des Hornhautrandes, die auf abgelagerten Kalzium- und Cholesterinsalzen beruht. Dieser Zustand ist bei Personen über 60 verbreitet. Arcus senilis beeinträchtigt die Sehschärfe nicht.

Einige Erkrankungen der Netzhaut neigen eher dazu, im fortgeschrittenen Lebensalter aufzutreten, darunter auch makulare Degeneration, diabetische Retinopathie und die Ablösung der Bindehaut ( Netzhauterkrankungen - ein Überblick). Andere Erkrankungen des Auges, wie etwa Katarakte ( Katarakt (grauer Star)), werden ebenfalls häufiger.

Die Stärke der Muskeln, die die Augenlider schließen, nimmt mit zunehmendem Alter ebenfalls ab. Manchmal führt diese Muskelschwäche in Kombination mit der Schwerkraft und einer altersbedingten Lockerung der Augenlider dazu, dass das untere Augenlid sich vom Augapfel weg nach außen wendet. Dieser Zustand wird als Ektropium bezeichnet. Aufgrund einer altersbedingten Erschlaffung, die einen anderen Teil des Augenlides betrifft, wendet sich das untere Augenlid in manchen Fällen nach innen und verursacht ein Reiben der Augenwimpern gegen den Augapfel. Dieser Zustand ist als Entropium ( Entropium und Ektropium) bekannt. Bei manchen älteren Menschen geht das Fettgewebe rund um die Augenhöhle zurück, sodass der Augapfel tiefer in die Augenhöhle sinkt. Dieser Zustand wird als Enophthalmus bezeichnet. Aufgrund erschlafften Gewebes in den Augenlidern kann das hinter dem Augapfel gelegene Fettgewebe auch nach vorne in die Augenlider dringen, wodurch diese kontinuierlich geschwollen erscheinen. Ein Enophthalmus kann eine leichte Blockierung der peripheren Sicht eines Menschen verursachen.

Die Muskeln, die die Pupillenweite kontrollieren, werden mit zunehmendem Alter schwächer. Die Pupillen werden kleiner, reagieren träger auf Licht und erweitern sich bei Dunkelheit langsamer. Daher können Menschen über 60 Objekte als nicht so hell empfinden, sie fühlen sich beim Verlassen des Hauses (oder beim nächtlichen Autofahren durch entgegenkommende Scheinwerfer) zu Anfang geblendet und haben Schwierigkeiten beim Wechsel von einer gut beleuchteten in eine dunklere Umgebung. Diese Veränderungen können in Verbindung mit den Auswirkungen einer Katarakt besonders hinderlich sein.

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Augenfunktion noch weiter. Die Schärfe des Sehvermögens wird trotz des Einsatzes der besten Brillen reduziert, dies vor allem bei Personen, die unter einer Katarakt, einer Degeneration der Makula oder einem fortgeschrittenen Glaukom leiden ( Glaukom und Einige Erkrankungen, die überwiegend ältere Menschen betreffen). Die Lichtmenge, die die Netzhaut erreicht, verringert sich, sodass ältere Menschen eine stärkere Beleuchtung und einen größeren Kontrast zwischen Objekt und Hintergrund benötigen, um ausreichend sehen zu können. Ältere Menschen können darüber hinaus auch eine größer Zahl von „fliegende“ schwarzen Punkten wahrnehmen („Mouches volantes“ – Mouches volantes in den Augen). Normalerweise beeinträchtigen „Mouches volantes“ die Sehfähigkeit nicht besonders.