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Dehydroepiandrosteron (DHEA)

Von Ara DerMarderosian, PhD, Professor of Pharmacognosy and Medicinal Chemistry, Roth Chair of Natural Products, Scientific Director, Complementary and Alternative Medicine Institute, University of the Sciences in Philadelphia

Das Steroid Dehydroepiandrosteron (DHEA) wird in den Nebennieren hergestellt und in Sexualhormone (Östrogene und Androgene) umgewandelt. Die Wirkungen von DHEA auf den Körper sind der Wirkung von Testosteron ähnlich. Die Substanz lässt sich aus der mexikanischen Yamswurzel extrahieren.

Anwendungsgebiete

DHEA-Ergänzungspräparate werden zur Besserung der Stimmung, der Energiegewinnung, des Gesamtwohlbefindens und der Bewältigung von Stress eingesetzt. Weiterhin lassen sich damit der nächtliche Schlaf vertiefen, der Cholesterinspiegel senken und Körperfett abbauen. Die Yamswurzel soll auch den Alterungsprozess anhalten und bei Alzheimer-Patienten die Hirnfunktion verbessern. Der angegebene medizinische Nutzen von DHEA wurde bisher nicht nachgewiesen. Viele Athleten geben an, dass Dehydroepiandrosteron Muskeln aufbaut und die sportliche Leistungsfähigkeit erhöht.

Mögliche Nebenwirkungen

Theoretisch kann DHEA zu einer Brustvergrößerung bei Männern und verstärkter Behaarung bei Frauen führen, zudem das Wachstum von Prostata-, Eierstock-, Brustkrebs und anderen hormonempfindlichen Krebsformen stimulieren. Diese Wirkung ließ sich jedoch bisher nicht bestätigen. DHEA sollte bei Kindern nicht angewendet werden. Andere bekannte Nebenwirkungen umfassen Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit und Psychosen.