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Christophskraut

Von Ara DerMarderosian, PhD, Professor of Pharmacognosy and Medicinal Chemistry, Roth Chair of Natural Products, Scientific Director, Complementary and Alternative Medicine Institute, University of the Sciences in Philadelphia

Das Christophskraut ist eine Pflanze. Der in den Boden ragende Stiel dieser Pflanze ist als Pulver, Tablette oder in flüssiger Form erhältlich.

Anwendungsgebiete

Christophskraut wird meist zur Linderung der Symptome der Menopause wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen, beschleunigter Puls und vaginale Trockenheit eingenommen. Manchmal dient es auch zur Linderung einer Arthritis, zur Wehenförderung oder zur Behandlung menstrueller Symptome.

Die wissenschaftlichen Nachweise zum Nutzen bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden sind umstritten. Es liegen wenige zuverlässige Daten zur Wirksamkeit von Christophskraut bei anderen Krankheiten oder Symptomen vor.

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten kaum auf. Am wahrscheinlichsten sind Kopf- und Magenschmerzen. Es bestehen keine Nachweise dafür, dass das Christophskraut die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflusst.

Christophskraut kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, übermäßigem Schwitzen, Problemen mit dem Nervensystem und Sehstörungen (bei hochdosierter Einnahme) führen. Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen niedriger Blutdruck, Verstopfung, Verlust von Knochenmasse, Muskelschäden, Probleme mit dem Verdauungstrakt, Lebertoxizität, verringerte Herzfrequenz, Übelkeit und Erbrechen.

Menschen, die auf Aspirin empfindlich reagieren oder unter Krampfanfällen, einer Leberkrankheit, hormonempfindlichen Krebsformen (z. B. bestimmte Formen von Brustkrebs), Schlaganfall oder Bluthochdruck leiden, sollten das Christophskraut nicht einnehmen. Das amerikanische Arzneibuch (U.S. Pharmacopeia, USP) empfiehlt, Christophskraut enthaltende Produkte mit der Warnung zu versehen, dass bei Einnahme eine möglicherweise toxische Wirkung auf die Leber besteht.