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Computertomografie

Von Jon A. Jacobson, MD, Associate Professor of Radiology, University of Michigan

Bei einer Computertomografie drehen sich eine Röntgenquelle und ein Röntgendetektor um einen Patienten. Der Röntgendetektor von modernen Scannern enthält gewöhnlich 4 bis 64 oder mehr Sensorreihen zur Aufzeichnung der Röntgenstrahlen, die durch den Körper dringen. Die Sensordaten stellen eine Reihe von Röntgenbildern dar, die aus einer Vielzahl von Winkeln um den Patienten aufgenommen wurden. Die Bilder werden jedoch nicht direkt angezeigt, sondern zu einem Computer geleitet. Der Computer wandelt sie in Bilder um, die zweidimensionalen Scheiben (Querschnitten) des Körpers ähnlich sind. Tomo bedeutet im Griechischen „Scheibe“. Der Computer kann aus den aufgezeichneten Abbildungen auch dreidimensionale Bilder konstruieren. Eine CT wurde früher als CAT (computed axial tomography, axiale Computertomografie) bezeichnet.

Verfahren

Bei einer CT liegt ein Patient auf einer motorbetriebenen Liege, die durch die Öffnung eines ringförmigen Scanners geschoben wird. Während die Vorrichtungen um den Patienten rotieren, wird dieser kontinuierlich durch den Scanner bewegt. Bei manchen CT-Untersuchungen bewegt sich die Liege schrittweise und bleibt jedes Mal stehen, nachdem ein Scan (ein Schnitt) erstellt wurde. Bei anderen CT-Geräten bewegt sich die Liege während der Aufzeichnungen kontinuierlich weiter. Da sich der Patient geradeaus und die Detektoren kreisförmig bewegen, scheinen die Bilder spiralförmig um den Patienten herum aufgenommen zu werden, daher der Begriff Spiral-/Helix-CT.

Während der CT sollten die Patienten im untersuchten Körperbereich Kleidung ohne Knöpfe, Druckknöpfe, Reißverschlüsse oder andere Metallgegenstände tragen und allen Schmuck ablegen. Diese Gegenstände bergen keine Gefahren, doch können sie Röntgenstrahlen blockieren und das Bild stören. Während der Untersuchung müssen sich die Patienten ruhig halten und immer wenn eine Aufnahme erfolgt, die Luft anhalten, damit die Bilder nicht verschwimmen. Während des Verfahrens können surrende Geräusche entstehen. Ein CT-Scan dauert, in Abhängigkeit vom untersuchten Körperbereich und dem Alter des Geräts, normalerweise mehrere Sekunden bis einige Minuten. Eine CT-Untersuchung des Brustraums dauert weniger als eine Minute, Patienten müssen dabei die Luft nur einmal für ein paar Sekunden anhalten.

Bei CT-Untersuchungen kann ein Kontrastmittel verabreicht werden (siehe Bildgebende Verfahren im Überblick : Kontrastmittel). Kontrastmittel bestehen aus sogenannten röntgendichten Substanzen, die im Röntgenbild sichtbar sind und einen Gewebetyp von einem anderen unterscheiden helfen. Das Kontrastmittel wird entweder in eine Vene injiziert, oral eingenommen oder in den After eingeführt. Welches Kontrastmittel zur Anwendung kommt, hängt von der Art der Untersuchung und dem Körperteil ab, der dargestellt wird.

Ein CT-Scan kann ambulant durchgeführt werden. Nach der Untersuchung können die üblichen Tagesaktivitäten wieder aufgenommen werden.

Darstellungen des Körperinneren: Computertomografie

Bei der Computertomografie erstellt ein Scanner Röntgenbilder und zeichnet sie auf, während er sich um einen Patienten dreht, der auf einer motorisierten Liege durch den Scanner geschoben wird. Auf der einen Seite des Scanners befindet sich eine Röntgenröhre, die Röntgenstrahlen produziert, auf der anderen Seite ein Röntgendetektor.

Anwendungsgebiete

Die sehr detaillierten Darstellungen liefern mehr Einzelheiten über die Gewebedichte und Lage von Anomalien als einfache Röntgenaufnahmen, sodass Ärzte Strukturen und Anomalien genau lokalisieren können. Eine Computertomografie ermöglicht es oft, unterschiedliche Gewebetypen zu unterscheiden, z. B. Muskel-, Fett- und Bindegewebe. Somit kann sie detaillierte Aufnahmen bestimmter Organe liefern, die in einfachen Röntgenaufnahmen nicht sichtbar sind, und eignet sich besser zur Darstellung der meisten Strukturen im Gehirn, Kopf, Hals, in der Brust und im Bauch (Abdomen).

Ein CT-Scan kann Auffälligkeiten in beinahe allen Teilen des Körpers entdecken und Informationen dazu liefern. Ärzte können mittels CT beispielsweise einen Tumor finden, dessen Größe bestimmen, ihn genau lokalisieren und feststellen, wie weit er sich bereits in benachbartes Gewebe ausgebreitet hat. Ein CT kann auch Dienste zur Überwachung der Wirkung einer Therapie leisten, z. B. mit Antibiotika bei einem Hirnabszess oder mit Strahlentherapie bei einem Tumor.

Mittels Computertomografie entdeckte Störungen

Körpersystem

Erkrankungen

Gehirn und Rückenmark

Hirnblutungen

Angeborene Fehlbildungen

Gehirnabszesse

Hirntumoren

Hydrozephalus

Schlaganfall (ischämisch)

Gerissene oder vorgefallene Bandscheiben

Wirbelsäulenfrakturen

Gastrointestinaltrakt

Blinddarmentzündung

Darmverschluss

Divertikulose

Pankreatitis

Tumore

Augen

Fremdkörper im Auge

Infektionen im Augapfel und um die Augenhöhle (Orbita)

Tumore der Augenhöhle (Orbita) oder des Sehnervs

Herz und Blutgefäße

Aortenaneurysma

Aortendissektion

Niere und Harnwege

Blutung in den oder um die Nieren

Nieren- oder Harnsteine

Tumore in den oder um die Nieren

Leber

Fettleber (zu viel Fett in der Leber)

Lebertumore

Lungen

Bronchiektasie (ausgeweitete Luftwege)

Emphysem

Lungentumor

Pneumonie (Lungenentzündung)

Lungenembolie

Muskeln und Knochen

Frakturen (manchmal)

Schwankungen

CT-Angiografie

Bei dieser Untersuchung werden mit einem Computertomografen und einer röntgendichten Substanz zwei- und dreidimensionale Darstellungen von Blutgefäßen, einschließlich der das Herz versorgenden Arterien (Koronararterien) erstellt. Das Kontrastmittel wird in eine Armvene gespritzt, nicht wie bei der konventionellen Angiografie in eine Arterie. Bilder werden schnell aufgenommen und zeitlich abgestimmt, sodass sich der Fluss des Kontrastmittels durch die zu beurteilenden Blutgefäße darstellen lässt. Der Computer entfernt digital alle Gewebe außer den Blutgefäßen aus den Abbildungen.

Eine CT-Angiografie dient zum Auffinden folgender Störungen:

  • Verengungen oder Verstopfungen, z. B. Blutgerinnsel, in Arterien

  • Aussackungen (Aneurysmen) und Risse (Dissektionen) in großen Arterien

  • Anomale Blutgefäße, die Tumore mit Blut versorgen

Die CT-Angiografie wird häufig anstelle der konventionellen Angiografie eingesetzt, da sie sicher und weniger invasiv ist, denn es muss dazu kein Katheter in eine Arterie eingeführt werden. Eine CT-Angiografie zeigt Anomalien in Blutgefäßen etwa genauso präzise wie die Magnetresonanz-Angiografie, jedoch etwas weniger genau als die konventionelle Angiografie. Eine CT-Angiografie dauert normalerweise etwa ein bis zwei Minuten.

Wussten Sie ...?

  • Die größte Strahlenexposition in der Medizin findet in der Computertomografie (CT) statt.

  • Vor einer CT-Untersuchung sollten Nutzen und Risiken mit dem Arzt diskutiert werden.

Nachteile

Für eine CT des Abdomens wird etwa die 500-fache Strahlenmenge einer Röntgenuntersuchung des Brustraums verwendet. Eine CT-Untersuchung macht in der Allgemeinbevölkerung die höchste Aussetzung gegenüber von Menschen verursachter Strahlung und etwa 70 % der Strahlenexposition in der medizinischen Praxis aus. Daher sollten Arzt und Patient Nutzen und Risiken jeder CT-Untersuchung sorgfältig abwägen (siehe Bildgebende Verfahren im Überblick : Strahlenrisiken). Ein CT-Scan wird bei Schwangeren nach Möglichkeit vermieden, es sei denn, es besteht keine sinnvolle Alternative. Auch bei Kindern sollte der Einsatz der Computertomografie soweit möglich beschränkt werden.

Die im CT verwendete röntgendichte Substanz enthält Jod. Bei wenigen Patienten kann es nach Injektion solcher Substanzen zu einer milden bis schweren Allergie oder einer Schädigung der Nieren kommen (siehe Nebenwirkungen). Patienten, die auf röntgendichte Substanzen reagieren, sollten ihren Arzt vor einer CT-Angiografie darüber informieren.

In einigen Ländern und einigen Regionen der USA stehen keine Computertomografen zur Verfügung.

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