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Operativer Eingriff bei Krebs

Von Bruce A. Chabner, MD, Professor of Medicine;Clinical Director, Harvard Medical School;Massachusetts General Hospital Cancer Center ; Elizabeth Chabner Thompson, MD, MPH, Private Practice, New York Group for Plastic Surgery

Die Operation ist eine traditionelle Art der Krebsbehandlung. Sie ist bei der Beseitigung der meisten Krebsarten am wirksamsten, bevor sich der Krebs in Lymphknoten oder in entfernte Bereiche ausgebreitet (metastasiert) hat. Eine Operation kann entweder als einzige Behandlungsform oder in Kombination mit anderen Behandlungen wie Strahlen- oder Chemotherapie angewendet werden. Wenn der Krebs nicht metastasiert hat, kann der Patient durch die Operation geheilt werden. Vor der Operation ist es jedoch nicht immer möglich, mit Sicherheit zu bestimmen, ob sich der Krebs ausgebreitet hat oder nicht. Während der Operation werden häufig Lymphknoten in der Nähe des Tumors entfernt, um festzustellen, ob sich der Krebs ausgebreitet hat. Wenn dies der Fall ist, besteht ein hohes Risiko, dass der Krebs wiederkehrt und nach der Operation eine Chemotherapie oder Strahlentherapie notwendig ist, um einem Rückfall vorzubeugen.

Sobald ein Krebs metastasiert hat, stellt eine Operation nicht mehr die Hauptbehandlung dar. Manchmal kann jedoch die Tumorgröße durch Operationen verringert werden (ein Verfahren, das Debulking genannt wird), sodass die Strahlen- und Chemotherapie wirksamer sein kann oder damit Symptome, wie starke Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, die beispielsweise verursacht werden, wenn ein Tumor den Darmtrakt blockiert (obstruiert), gelindert werden. Die chirurgische Entfernung von Metastasen verspricht selten eine Heilung, da es schwierig ist, alle Tumoren zu finden. Verbleibende Tumoren wachsen normalerweise weiter. Bei bestimmten Krebsarten mit sehr wenigen Metastasen, insbesondere in Leber, Gehirn oder Lungen, kann die chirurgische Entfernung von Metastasen von Vorteil sein.

Operationen sind nicht bei allen Krebsarten im Frühstadium die bevorzugte Behandlung. Manche Krebsarten sind chirurgisch nicht zu erreichen. In anderen Fällen kann die Entfernung des Krebses die Entfernung eines notwendigen Organs erfordern oder durch die Operation wird die Funktion des Organs beeinträchtigt. In solchen Fällen kann eine Strahlenbehandlung mit oder ohne Chemotherapie vorzuziehen sein.

Nachdem ein Tumor entfernt wurde, kann eine zusätzliche Operation erforderlich sein, um das Wohlbefinden oder die Lebensqualität des Patienten zu verbessern (Wiederherstellungschirurgie, z. B. die Wiederherstellung der Brust nach einer Mastektomie).