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Auswirkung des Alterungsprozesses auf den Bewegungsapparat

Von Pekka Mooar, MD, Department of Orthopaedics and Sports Medicine, Temple University School of Medicine

Ab etwa dem 30. Lebensjahr nimmt bei Männern und Frauen die Knochendichte ab. Bei Frauen beschleunigt sich dies noch nach den Wechseljahren. Dadurch werden die Knochen schwächer und brüchiger (siehe Osteoporose), vor allem in hohem Alter.

Vom Alterungsprozess sind auch die Gelenke betroffen, weil sich der Knorpel und das Bindegewebe verändern. Die Gelenkknorpel werden dünner und die Bestandteile des Knorpels (die Proteoglykane) verändern sich, wodurch das Gelenk weniger belastbar und verletzungsanfälliger werden kann. Es kann auch vorkommen, dass die Gelenke nicht mehr so gut gleiten wie zuvor. Dieser Prozess kann zu Arthrose führen (siehe Osteoarthrose). Außerdem werden die Gelenke steifer, weil das Bindegewebe in Bändern und Sehnen steifer und brüchiger wird. Das kann die Beweglichkeit der Gelenke einschränken.

Der Muskelabbau (Sarkopenie) beginnt im Alter von etwa 30 Jahren und hält ein Leben lang an. Dabei nehmen das Muskelgewebe und die Anzahl der Muskelfasern nach und nach ab. Allmählich gehen Muskelmasse und Muskelkraft verloren. Dies wiederum führt zu einer erhöhten Belastung bestimmter Gelenke (z. B. des Knies) und kann Arthritis oder Stürze zur Folge haben. Dieser Prozess kann zum Glück teilweise durch regelmäßiges Training verhindert oder zumindest verzögert werden. Auch die Muskelfasern unterliegen einem Alterungsprozess. Muskeln, die sich schneller als andere zusammenziehen können, werden stärker abgebaut als Muskeln, die sich nur langsam zusammenziehen können. Dadurch können sich die Muskeln im Alter nicht mehr so schnell zusammenziehen.