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Asthma bronchiale

Von Matthew C. Miles, MD, Wake Forest School of Medicine ; Stephen P. Peters, MD, PhD, Wake Forest School of Medicine;Wake Forest Health Sciences

Bei Asthma bronchiale sind die Atemwege – meist vorübergehend – als Reaktion auf bestimmte Reize verengt.

  • Husten, keuchender Atem und Kurzatmigkeit nach dem Auftreten gewisser auslösender Stoffe sind die häufigsten Symptome.

  • Eine Asthmadiagnose wird anhand einer Lungenfunktionsprüfung bestätigt.

  • Um Anfällen vorzubeugen, sollten Betroffene den Kontakt mit Stoffen vermeiden, die das Asthma auslösen, und Arzneimittel einnehmen, welche die Atemwege offen halten.

  • Während eines Asthmaanfalls muss ein Arzneimittel eingesetzt werden, das die Atemwege rasch wieder freimacht.

Asthma bronchiale betrifft über 25 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten und nimmt an Häufigkeit zu. Der Grund für diese Zunahme ist nicht bekannt. Obwohl es eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter ist, können auch Erwachsene selbst noch im hohen Alter an Asthma erkranken. Asthma betrifft über sieben Millionen Kinder und setzt bei Jungen häufiger vor und bei Mädchen häufiger nach der Pubertät ein. In den Vereinigten Staaten sind zudem Schwarze sowie Menschen mit puerto-ricanischen Wurzeln stärker betroffen. Obwohl die Anzahl Menschen mit Asthma zugenommen hat, ist die Anzahl der Todesfälle gleichzeitig gesunken.

Das wichtigste Merkmal von Asthma bronchiale ist, dass die Verengung der Atemwege rückgängig gemacht werden kann. Die Atemwege der Lungen (die Bronchien) sind im Prinzip muskulöse Geweberöhren ( Atemsystem). Auf den Zellen, mit denen die Bronchien ausgekleidet sind, sitzen mikroskopisch kleine Strukturen, die sogenannten Rezeptoren. Es gibt viele verschiedene Arten von Rezeptoren, aber für Asthma bronchiale spielen zwei Haupttypen eine wichtige Rolle: Beta-Adrenozeptoren und Cholinozeptoren. Diese Rezeptoren reagieren auf spezielle Botenstoffe und regen die Muskeln an, sich zusammenzuziehen oder zu entspannen, wodurch die Luftzufuhr reguliert wird. Beta-Adrenozeptoren sprechen auf Wirkstoffe wie Epinephrin (Adrenalin) an; durch sie entspannt sich die Muskulatur, die Atemwege erweitern (dilatieren) sich und die Luftzufuhr nimmt zu. Cholinozeptoren sprechen auf Acetylcholin an; durch sie zieht sich die Muskulatur zusammen und die Luftversorgung wird vermindert.

Wussten Sie ...

  • Husten kann das einzige Symptom von Asthma bronchiale sein.

Ursachen

Die Anfälligkeit für Asthma ist in der Regel genetisch bedingt. Umwelteinflüsse vor und nach der Geburt können dann entscheidend zur Entwicklung der Krankheit beitragen.

Eine Verengung der Atemwege wird oft durch überempfindliche Cholinozeptoren ausgelöst, die zu einer Verkrampfung der Muskeln in den Atemwegen führen. Als Auslöser dieser Überreaktion werden speziell die Mastzellen in den Atemwegen verdächtigt. Mastzellen in den Bronchien schütten Histamine und Leukotriene aus, durch die sich die glatte Muskulatur kontrahiert, die Schleimbildung gefördert wird und bestimmte weiße Blutkörperchen dazu angeregt werden, in diesen Bereich einzuwandern. Zusätzlich setzen Eosinophile – eine Art weißer Blutkörperchen, die bei Asthmakranken in den Atemwegen vorkommt – Stoffe frei, die ebenfalls zur Verengung der Atemwege beitragen.

Bei einem Asthmaanfall (auch Exazerbationen genannt) zieht sich die glatte Muskulatur der Bronchien zusammen (Bronchokonstriktion) und das entzündete Gewebe, das die Atemwege auskleidet, schwillt an und gibt Schleim in die Atemwege ab. Dabei kann die oberste Schicht des auskleidenden Gewebes geschädigt werden und Zellen freisetzen, wodurch sich die Verengung der Atemwege noch verschärft. Der Betroffene wird gezwungen, sich beim Ein- und Ausatmen vermehrt anzustrengen. Diese Verengung bei einem Asthmaanfall ist reversibel, was bedeutet, dass die Muskelverkrampfung in den Atemwegen entweder von selbst oder nach entsprechender Behandlung nachlässt und die Entzündung abklingt, sodass sich die Atemwege wieder weiten und sich die Luftversorgung der Lungen normalisiert.

So verengen sich die Atemwege

Während eines Asthmaanfalls verkrampft sich die glatte Muskulatur und verengt den Atemweg. Die mittlere Schicht schwillt aufgrund einer Entzündungsreaktion an, und es wird vermehrt Schleim produziert. In manchen Abschnitten werden durch den eindickenden Schleim Pfropfen gebildet, die den Atemweg praktisch vollständig verschließen können.

Bei Menschen mit Asthma verengen sich die Atemwege als Reaktion auf Reize, welche die Atemwege in einer gesunden Lunge normalerweise nicht beeinträchtigen. Solche Auslöser sind u. a.:

  • Allergene

  • Infektionen

  • Reizstoffe

  • Überanstrengung, Stress und Angstzustände

  • Azetylsalizylsäure (Aspirin)

Zahlreiche inhalierbare Allergene können einen Asthmaanfall auslösen, wie u. a. Pollen (Blütenstaub), Partikel von Hausstaubmilben, Ausscheidungen von Küchenschaben, Federpartikel und Hautschuppen von verschiedenen Tierarten. Diese Allergene verbinden sich mit dem Antikörper Immunglobulin E (IgE) auf der Oberfläche der Mastzellen und setzen dort chemische Stoffe frei, die das Asthma auslösen. (Diese Art der Erkrankung wird allergisches Asthma genannt.) Lebensmittelallergien lösen zwar nur selten Asthma aus, bestimmte Nahrungsmittel (wie z. B. Schalentiere oder Erdnüsse) können jedoch bei dafür empfindlichen Personen zu sehr schweren Asthmaanfällen führen.

Infektiöse Auslöser sind in der Regel Virusinfektionen der Atemwege, wie z. B. Erkältungen, Bronchitis und gelegentlich auch eine Lungenentzündung.

Reizstoffe, die einen Asthmaanfall auslösen können, sind u. a. Tabakrauch, Marihuanaprodukte oder Kokain, Duftschwaden (wie z. B. von Parfüm, Reinigungsmitteln oder Abgasen), kalte Luft, aber auch Magensäure in den Atemwegen aufgrund einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD bzw. Sodbrennen).

Außerdem kann es bei Menschen mit Asthma auch bei körperlicher Aktivität zu einer Bronchokonstriktion kommen. Stress und Angst können dazu führen, dass die Mastzellen Histamin und Leukotriene ausschütten und den Vagusnerv reizen, der mit der glatten Muskulatur der Atemwege verbunden ist, worauf sich diese zusammenzieht und die Bronchien verengt.

Aspirin ist für fast 30 Prozent der älteren Menschen, die von Asthma betroffen sind, und auch für Menschen mit schwerem Asthma ein Auslöser.

Reaktive Atemwegskrankheiten (Reactive Airways Dysfunction Syndrome)

Bei reaktiven Atemwegskrankheiten wie RADS (Reactive Airways Dysfunction Syndrome) handelt es sich um persistierende asthmaähnliche Störungen bei Menschen, die bisher nicht an Asthma gelitten haben. RADS ist eine umweltbedingte Lungenerkrankung aufgrund einer Belastung durch Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen (wie sie z. B. in gewissen Bleich- und Reinigungsmitteln vorkommen). Betroffene weisen ähnliche Symptome wie bei Asthma bronchiale auf, u. a. Husten, Keuchen und Kurzatmigkeit. Die Behandlung ist ebenfalls ähnlich wie die normalen Behandlungen gegen Asthma ( Asthma bronchiale : Vorbeugung und Behandlung).

Symptome

Häufigkeit und Schweregrad von Asthmaanfällen können sehr unterschiedlich sein. Manche Asthmatiker sind die meiste Zeit beschwerdefrei und erleben nur gelegentlich leichte Kurzatmigkeit. Andere Betroffene husten und keuchen die meiste Zeit und erleiden schwere Anfälle nach Virusinfektionen, sportlicher Betätigung oder Belastung durch andere auslösende Stoffe. Husten kann bei manchen Betroffenen das einzige Symptom sein (sog. Hustenvariante des Asthma bronchiale). Weinen oder herzhaftes Lachen kann bei einigen Betroffenen Symptome auslösen. Auch Aspirin kann einen Anfall auslösen. Manche Asthmatiker produzieren klaren, manchmal zähen Schleim. Asthmaanfälle treten am häufigsten in den frühen Morgenstunden auf, wenn die Wirkung schützender Arzneimittel nachlässt und der Körper am wenigsten fähig ist, eine Verengung der Bronchien zu verhindern.

Ein Asthmaanfall kann ganz plötzlich mit Keuchen, Husten und Kurzatmigkeit beginnen. Das keuchende Geräusch tritt hauptsächlich beim Ausatmen auf ( Keuchende Atmung). Ein anderes Mal kann sich der Anfall langsam entwickeln, mit allmählich schlimmer werdenden Symptomen. In jedem Fall leiden Patienten mit Asthma zuerst an Kurzatmigkeit, Husten oder einer Beklemmung im Brustbereich. Der Anfall kann nach wenigen Minuten vorüber sein, er kann aber auch Stunden oder Tage anhalten. Jucken im Bereich der Brust oder des Halses kann vor allem bei Kindern ein frühes Anzeichen sein. Als einziges Anzeichen kann aber auch ein trockener Husten in der Nacht oder bei körperlicher Aktivität auftreten.

Während eines Asthmaanfalls kann die Kurzatmigkeit sehr schwer werden und große Angst auslösen. Die Person setzt sich instinktiv aufrecht hin und beugt den Oberkörper nach vorne, damit die Hals- und Brustmuskeln die Atmung unterstützen können, ringt aber dennoch um Luft. Schwitzen ist eine verbreitete Reaktion auf diese Anstrengungen und Angstgefühle. Der Puls beschleunigt sich in der Regel, und der Betroffene kann ein Hämmern in der Brust spüren.

Bei sehr schweren Asthmaanfällen kann der Patient oft nur ein paar Worte herausbringen, bevor er erneut Atem holen muss. Das Keuchen kann nachlassen, was aber darauf zurückzuführen ist, dass kaum noch Luft in die Lunge und wieder heraus gelangt. Anzeichen für eine schwere Sauerstoffunterversorgung sind Verwirrtheit, Lethargie und eine bläuliche Hautfarbe (Zyanose). In diesem Fall ist eine sofortige Notfallbehandlung erforderlich. Mit der richtigen Behandlung erholt sich der Kranke selbst von schwersten Asthmaanfällen meist wieder vollständig. Ganz selten tritt der Anfall so schnell auf, dass die Betroffenen das Bewusstsein verlieren, bevor sie sich selbst helfen können. Solche Asthmatiker sollten ein Notfallarmband tragen und ein Mobiltelefon mit sich führen, damit sofort die Notrufnummer gewählt werden kann.

Diagnose

Der Verdacht auf Asthma bronchiale stützt sich größtenteils auf die Berichte von Patienten über typische Symptome. Die Diagnose wird anhand einer Lungenfunktionsprüfung bestätigt ( Lungenfunktionsprüfung). Diese Tests werden vor und nach der Inhalation eines sogenannten Beta-Adrenozeptoragonisten (eines Arzneimittels, das die Bronchokonstriktion wieder löst) durchgeführt. Fällt das Ergebnis nach der Medikamentengabe deutlich besser aus, kann auf Asthma geschlossen werden. Falls die Luftwege zum Zeitpunkt des Tests nicht verengt sind, kann die Diagnose mit einem Belastungstest bestätigt werden. Bei einem solchen Belastungs- oder Provokationstest wird die Lungenfunktion vor und nach der Inhalation einer Substanz (meistens Methacholin, aber auch Histamin, Adenosin oder Bradykinin kann verwendet werden) gemessen, welche die Atemwege verengen kann. Das Mittel wird in einer Dosierung abgegeben, die nicht ausreicht, um eine Person mit einer gesunden Lunge anzugreifen, die aber bei einem Asthmatiker zu einer Verengung der Atemwege führt. Wenn der Belastungstest eine Verengung der Atemwege herbeiführt, kann mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Asthma geschlossen werden.

Eine verkürzte Form der Lungenfunktionsprüfung mittels Spirometrie wird bei Patienten durchgeführt, deren Asthmaerkrankung bekannt ist ( Einsatz eines Spirometers). Durch Spirometrie kann der Schweregrad der Atemwegsverengung beurteilt und die Wirksamkeit der Behandlung überwacht werden.

Die Atemstromstärke, die bei maximaler Ausatmung erzeugt werden kann, wird mit einem tragbaren Peakflow-Meter gemessen. Dieser Test wird oft zu Hause genutzt, damit Patienten ihre Asthma selbst überwachen können. Im Normalfall sind die Peakflow-Werte zwischen 4 und 6 Uhr morgens am niedrigsten und um 16 Uhr am höchsten. Eine Abweichung der Werte um mehr als 30 Prozent lässt auf mittleres bis schweres Asthma schließen.

Was bei jemandem einen Asthmaanfall auslöst, ist oft schwierig zu beurteilen. Ein Allergietest ist bei dem Verdacht angebracht, dass gewisse Reizstoffe die Anfälle verursachen (z. B. eine Belastung durch Hautschuppen von Katzen). Ein Hauttest kann dazu beitragen, die Allergene zu identifizieren, welche die Asthmasymptome auslösen. Allerdings bedeutet eine Hautreaktion nicht unbedingt, dass ein bestimmtes Allergen auch für das Asthma verantwortlich ist. Die betreffende Person muss zusätzlich Buch darüber führen, ob Asthmaanfälle nach dem Kontakt mit diesem Allergen auftreten. Wenn ein bestimmtes Allergen als Auslöser vermutet wird, kann ein Bluttest (Radio-Allergo-Sorbent-Test = RAST) veranlasst werden, bei dem die Antikörper gezählt werden, die als Reaktion auf den Kontakt mit dem Allergen gebildet worden sind und das Ausmaß der Empfindlichkeit anzeigen.

Bei dem Test für belastungsinduziertes Asthma wird vor und nach körperlicher Belastung auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer eine Spirometrie durchgeführt, um das Volumen der in einer Sekunde ausgeatmeten Luft (forciertes Expirationsvolumen) zu messen. Nimmt das forcierte Expirationsvolumen in einer Sekunde um mehr als 15 Prozent ab, kann bei den Betroffenen Asthma durch körperliche Aktivität ausgelöst werden.

Röntgenaufnahmen des Brustkorbs sind für eine Asthmadiagnose in der Regel nicht hilfreich. Sie werden jedoch zur Prüfung anderer Diagnosen herangezogen und oft auch gemacht, wenn Asthmatiker aufgrund eines schweren Asthmaanfalls ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen.

Beurteilung eines Asthmaanfalls

Weil Menschen mit starkem Asthma häufig sehr niedrige Blutsauerstoffwerte aufweisen, kann die Sauerstoffsättigung mit einem Sensor an einem Finger oder einem Ohrläppchen geprüft werden. Bei schweren Anfällen muss aber auch die Kohlendioxidsättigung des Blutes gemessen werden, wozu normalerweise eine Blutprobe aus einer Arterie oder einer Vene des Patienten benötigt wird ( Blutgasanalyse). Kohlendioxid kann manchmal auch anhand des Atems des Patienten gemessen werden, wozu ein Sensor vor Nase oder Mund gehalten wird. Die Lungenfunktion wird in der Regel mithilfe eines Spirometers oder eines Peakflow-Meters überprüft. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs ist nur bei schweren Asthmaanfällen erforderlich.

Vorbeugung und Behandlung

Es gibt diverse Arzneimittel zur Prävention und Behandlung von Asthma. Die meisten Mittel, die Asthmaanfällen vorbeugen, werden in höherer Dosierung oder in anderen Anwendungsformen auch zur Behandlung eines Anfalls eingesetzt. Manche Asthmatiker benötigen zur Prävention und Behandlung ihrer Symptome auch mehrere Medikamente.

Die Therapie stützt sich hauptsächlich auf zwei Klassen von Arzneimitteln:

  • Entzündungshemmende Medikamente

  • Bronchodilatatoren

Entzündungshemmende Medikamente unterdrücken die Entzündung, welche die Verengung der Atemwege verursacht. Bronchodilatatoren bzw. Bronchospasmolytika helfen, die Atemwege zu entkrampfen und zu erweitern. Zu den entzündungshemmenden Medikamenten gehören Corticosteroide (die inhaliert, oral eingenommen oder intravenös verabreicht werden können), Leukotrienhemmer und Mastzellstabilisatoren. Zu den Bronchodilatatoren zählen Beta-Adrenozeptoragonisten (sowohl zur raschen Linderung von Symptomen als auch zur langfristigen Handhabung), Anticholinergika und Methylxanthine. Andere Arten von Arzneimitteln, die das Immunsystem direkt beeinflussen (sogenannte Immunmodulatoren), werden manchmal für Patienten mit starkem Asthma verschrieben, sind aber für die meisten Asthmatiker nicht nötig.

Alle Betroffenen und möglichst auch ihre Angehörigen sollten eine Schulung zur Prävention und Behandlung von Asthmaanfällen mitmachen. Der richtige Gebrauch von Inhalationsgeräten ist für eine wirksame Behandlung sehr wichtig. Betroffene sollten wissen, was einen Anfall auslösen kann, was ihn verhüten hilft, wie die Arzneimittel bedarfsgerecht eingesetzt werden und wann ärztliche Hilfe aufgesucht werden muss. Viele Patienten verwenden einen tragbaren Peakflow-Meter, um ihre Atmung zu kontrollieren und zu beurteilen, wann sie einschreiten müssen, bevor die Symptome überhandnehmen. Wer regelmäßig schwere Asthmaanfälle erleidet, sollte immer wissen, wie er rasch Hilfe holen kann.

Alle Asthmatiker sollten gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin einen schriftlichen Behandlungsplan ausarbeiten. Mit dessen Hilfe können sie ihre Behandlung selbst steuern. Es hat sich erwiesen, dass solche Maßnahmen die Häufigkeit der Besuche in der Notaufnahme verringert haben.

Verhindern von Asthmaanfällen

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Allerdings lassen sich einzelne Anfälle durchaus vermeiden, indem die auslösenden Faktoren erkannt und behandelt oder vermieden werden. Asthmatiker sollten Zigarettenrauch ebenso meiden wie den Kontakt zu Menschen mit einer Infektion der oberen Atemwege. Belastungsinduziertes Asthma kann oft durch die vorsorgliche Einnahme von Medikamenten unterbunden werden. Wenn Staub und Allergene ein Problem darstellen, können Luftfilter, Klimaanlagen und andere Maßnahmen (wie z. B. Matratzenüberzüge gegen Partikel von Hausstaubmilben in der Luft) enorm helfen. Bei Menschen, deren Asthma durch Allergien ausgelöst wird, kann eineDesensibilisierung durch Allergieimpfungen helfen, um Anfällen vorzubeugen.

Wenn das Asthma durch Aspirin oder andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) ausgelöst wird, dürfen die Betroffenen diese Arzneimittel nicht einnehmen. Medikamente, welche die Wirkung von Betablockern (Beta-Adrenozeptorantagonisten) herabsetzen, können das Asthma verschlimmern.

Die meisten Asthmatiker nehmen Arzneimittel ein, um Anfällen vorzubeugen. Dazu dienen inhalierte oder oral eingenommene Corticosteroide, Leukotrienhemmer, lang wirksame Beta-Adrenozeptoragonisten, Methylxanthine, Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren. Präventionsmaßnahmen werden je nach Häufigkeit und Auslöser der Anfälle individuell angepasst.

Behandlung von Anfällen

Ein Asthmaanfall kann für die betroffene Person und für alle, die ihn miterleben, beängstigend sein. Auch bei einem relativ leicht verlaufenden Anfall können die Symptome Angst und Beunruhigung auslösen. Ein schwerer Asthmaanfall ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortiger kompetenter und professioneller Hilfe bedarf. Wenn er nicht rasch und angemessen behandelt wird, kann ein solcher Anfall tödlich verlaufen.

Wer einen leichten Asthmaanfall hat, kann diesen in der Regel gut ohne ärztliche Hilfe selbst behandeln. Mit einem Dosieraerosol wird ein kurz wirksames Beta-Sympathomimetikum (Beta-Adrenozeptoragonist) wie Sambutamol eingenommen, worauf sich der Betroffene am besten an die frische Luft begibt (fernab von Zigarettenrauch oder anderen Reizstoffen) und sich eine Weile ruhig hinsetzt. Der Inhalator mit dem Aerosol kann bei Bedarf dreimal hintereinander mit einer Pause von jeweils 20 Minuten eingesetzt werden. Ein Anfall klingt gewöhnlich in fünf bis zehn Minuten ab. Hält er jedoch auch nach dem dritten Einsatz des Inhalators an oder verschlimmert er sich, ist eine zusätzliche Behandlung unter ärztlicher Aufsicht geboten.

Menschen mit schweren Symptomen sollten die Notaufnahme aufsuchen. Schwere Asthmaanfälle werden in kurzen Abständen (oder bisweilen auch fortlaufend) mit Beta-Sympathomimetika sowie gelegentlich auch Anticholinergika zum Inhalieren behandelt. Patienten, die große Schwierigkeiten mit dem Atmen haben, können die Beta-Sympathomimetika auch als Spritze erhalten. Auch ein Corticosteroid wie Prednison wird oral verabreicht. Zusätzlich kann bei Anfällen auch Sauerstoff gegeben werden.

Generell werden Patienten mit einem schweren Asthmaanfall ins Krankenhaus eingewiesen, wenn sich ihre Lungenfunktion nach dem Inhalieren eines Beta-Sympathomimetikums und der oralen oder intravenösen Gabe von Corticosteroiden nicht verbessert. Ebenfalls im Krankenhaus verbleiben Patienten mit einer enorm geringen Sauerstoffsättigung oder einer erhöhten Kohlendioxidsättigung im Blut.

Bei Flüssigkeitsmangel können Flüssigkeiten intravenös verabreicht werden. Bei Verdacht auf eine Lungeninfektion können auch Antibiotika erforderlich sein. Die meisten solchen Infektionen (mit wenigen Ausnahmen) werden allerdings durch Viren ausgelöst, gegen die es keine Medikamente gibt.

Patienten mit sehr schweren Asthmaanfällen müssen manchmal intubiert und künstlich beatmet werden, zu welchem Zweck ihnen ein Schlauch durch Mund und Rachen eingeführt und an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird ( Künstliche Beatmung).

Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Anfällen

Mit den heutigen Medikamenten können die meisten Asthmatiker ein einigermaßen normales Leben führen. Viele Arzneimittel, mit denen Asthmaanfälle behandelt werden, können (meist in geringerer Dosierung) auch zur Vorbeugung eingesetzt werden.

Beta-Sympathomimetika

Kurz wirksame Beta-Sympathomimetika bzw. Beta-Adrenozeptoragonisten eignen sich bei Asthmaanfällen in der Regel am besten. Sie werden auch zur Vorbeugung von belastungsinduziertem Asthma verwendet. Diese Arzneimittel werden auch Bronchodilatatoren genannt, weil sie über die Anregung der Beta-Adrenozeptoren dafür sorgen, dass sich die Atemwege erweitern. Bronchodilatatoren wie Epinephrin (Adrenalin), die sämtliche Beta-Adrenozeptoren im Körper beeinflussen, verursachen unerwünschte Nebenwirkungen wie Herzrasen, Unruhe, Kopfschmerzen und Muskelzittern (Tremor). Bronchodilatatoren wie Salbutamol, die hauptsächlich auf Beta-2-Adrenozeptoren einwirken, wie sie sich vor allem in Zellen in der Lunge finden, haben eine viel geringere Wirkung auf andere Organe und sorgen dadurch auch für weniger Nebenwirkungen. Die meisten kurz wirksamen Beta-Sympathomimetika, vor allem die inhalierbaren, wirken innerhalb von Minuten, allerdings hält ihre Wirkung auch nur zwei bis sechs Stunden an.

Lang wirksame Bronchodilatatoren stehen auch zur Verfügung, werden aber eher zur Vorbeugung als zur Behandlung von Asthmaanfällen eingesetzt. Diese lang wirksamen Beta-Sympathomimetika werden nicht allein verwendet, weil dabei ein leicht höheres Sterberisiko besteht. Daher werden sie stets zusammen mit inhalierbaren Corticosteroiden verabreicht.

Am häufigsten werden Beta-Sympathomimetika als Dosieraerosole zum Inhalieren angewendet (tragbare Patronen, die ein unter Druck stehendes Gas enthalten). Der Druck in der Patrone verwandelt den Wirkstoff in ein feines Aerosol mit genau bemessener Wirkstoffdosis. Beim Inhalieren gelangt das Mittel direkt in die Atemwege, wo es sehr schnell wirkt. Stark verengte Atemwege erreicht es allerdings nicht immer sicher. Sogenannte Spacer oder Haltekammern können die Anwendung von Dosieraerosolen erleichtern. Diese Hilfsmittel erhöhen die Menge des Arzneimittels, das in die Lunge abgegeben wird. Bei jedem Inhalationsapparat ist der richtige Gebrauch entscheidend: Wenn das Gerät nicht korrekt angewendet wird, erreicht der Wirkstoff die Atemwege nicht. Es steht auch eine Formulierung in Pulverform zur Verfügung. Manche Menschen finden die Einnahme des Medikaments in Pulverform einfacher, weil sie weniger stark mit der Atmung koordiniert werden muss.

So wird ein Dosieraerosol benutzt

  • Kappe abnehmen und den Inhalator schütteln.

  • Eine oder zwei Sekunden lang ausatmen.

  • Mundstück des Inhalators in den Mund nehmen oder ein paar Zentimeter davorhalten und langsam einatmen, als schlürfe man eine heiße Suppe.

  • Während des Einatmens den Knopf am Dosieraerosol drücken.

  • Langsam einatmen, bis die Lunge gefüllt ist. (Das sollte etwa fünf bis sechs Sekunden dauern.)

  • Den Atem zehn Sekunden (oder so lang wie möglich) anhalten.

  • Ausatmen und den ganzen Vorgang eine Minute später wiederholen, wenn eine zweite Dosis notwendig ist.

  • Wenn diese Methode wegen der Koordination der Atmung zu schwierig erscheint, kann ein Spacer benutzt werden.

Beta-Sympathomimetika können mithilfe eines Verneblers auch direkt in die Lunge abgegeben werden. In einem Vernebler wird mit Druckluft oder Ultraschallwellen ein kontinuierlicher feiner Nebel erzeugt, der das Arzneimittel enthält und inhaliert werden kann, ohne dass Atmung und Dosierung koordiniert werden müssen. Verneblungsgeräte sind mittlerweile viel handlicher geworden, und einige Modelle lassen sich sogar an die Steckdosen für Zigarettenanzünder in Autos anschließen. Vernebler und Dosieraerosole geben mit einer Dosis oft unterschiedliche Mengen eines Arzneimittels ab, aber mit beiden Varianten lassen sich Medikamente in ausreichender Menge in die Lunge bringen.

Beta-Sympathomimetika lassen sich auch spritzen oder in flüssiger oder Tablettenform einnehmen. Die oralen Formen wirken allerdings langsamer als die inhalierten oder gespritzten und sind eher von Nebenwirkungen begleitet. Zu diesen gehören etwa Herzrhythmusstörungen, die auch auf einen übermäßigen Gebrauch des Medikaments schließen lassen.

Andere Bronchodilatatoren wie Ipratropiumbromid können bei akuten Anfällen über einen Vernebler mit Beta-Sympathomimetika kombiniert eingenommen werden. Auch eine Kombination von Ipratropiumbromid und Salbutamol ist als Dosieraerosol erhältlich.

Wenn ein Asthmakranker meint, mehr Beta-Sympathomimetika als empfohlen anwenden zu müssen, sollte er stattdessen rasch ärztliche Hilfe aufsuchen, denn eine Überdosierung dieser Arzneimittel kann sehr gefährlich sein. Ein ständiger Bedarf deutet auf eine schwere Bronchialverkrampfung hin, die sich bis zu einer Ateminsuffizienz steigern und tödlich verlaufen kann.

Methylxanthine

Theophyllin, ein Methylxanthin, bewirkt ebenfalls eine Erweiterung der Bronchien. Es wird nicht mehr so häufig eingesetzt wie früher. Theophyllin wird in der Regel oral eingenommen. Als orales Medikament ist Theophyllin in vielen unterschiedlichen Formen erhältlich, von kurz wirksamen Tabletten und Sirupen bis hin zu länger wirksamen Retardkapseln und -tabletten. Theophyllin wird hauptsächlich vorbeugend verwendet.

Der Theophyllingehalt im Blut kann im Labor gemessen werden und ist von ärztlicher Seite eng zu überwachen. Ist das Arzneimittel zu gering dosiert, hat es möglicherweise eine unzureichende Wirkung; ein zu hoher Wirkstoffgehalt im Blut kann hingegen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder Krämpfen führen. Zu Beginn einer Theophyllinbehandlung kann sich der Asthmapatient nervös fühlen und Kopfschmerzen bekommen. Diese Nebenwirkungen verschwinden in der Regel allmählich, wenn sich der Körper an das Medikament gewöhnt. Höhere Dosierungen können den Herzrhythmus beschleunigen und Übelkeit oder Herzklopfen hervorrufen. Es kann auch zu Schlaflosigkeit, Unruhe, Erbrechen und Krämpfen kommen. Das Auftreten dieser Nebenwirkungen ist einer der Gründe, weshalb Theophyllin weniger oft verwendet wird als andere Arzneimittel.

Anticholinergika

Anticholinergika wie z. B. Ipratropiumbromid unterdrücken die Wirkung von Acetylcholin und verhindern so, dass sich die glatte Muskulatur zusammenzieht und sich in den Bronchien vermehrt Schleim bildet. Diese Arzneimittel werden inhaliert. Die Wirkstoffe erweitern die Atemwege von Personen, die bereits mit Beta-Sympathomimetika behandelt wurden, noch mehr.

Leukotrienhemmer

Leukotrienhemmer wie Montelukase, Zafirlukast und Zileuton können Asthmatikern ebenfalls helfen. Sie wirken entzündungshemmend, indem sie die Bildung oder Wirkung von Leukotrienen verhindern – das sind körpereigene Wirkstoffe, die eine Verengung der Bronchien hervorrufen. Die oral einzunehmenden Arzneimittel werden eher zur Vorbeugung als zur Behandlung von Asthmaanfällen genutzt.

Mastzellstabilisatoren

Dies sind inhalierbare Arzneimittel, zu denen Cromoglicinsäure und Nedocromil gehören. Es wird angenommen, dass Mastzellstabilisatoren verhindern, dass entzündungsfördernde Wirkstoffe aus den Mastzellen ausgeschüttet werden, wodurch die Bereitschaft zur Verengung der Atemwege herabgesetzt wird. So gesehen, gehören sie also auch zu den entzündungshemmenden Arzneimitteln. Sie eignen sich zur Vorbeugung, aber nicht zur Behandlung eines Asthmaanfalls. Diese Arzneimittel sind vor allem für Kinder mit Asthma und bei belastungsinduziertem Asthma geeignet. Mastzellstabilisatoren sind äußerst sicher und müssen regelmäßig eingenommen werden, auch wenn die betroffene Person gerade symptomfrei ist.

Corticosteroide

Diese Arzneimittel unterdrücken die Entzündungsreaktion des Körpers und sind außerordentlich wirksam bei der Verringerung von Asthmasymptomen. Es handelt sich dabei um die wirkungsvollste Form von entzündungshemmenden Mitteln, und sie spielen seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Behandlung von Asthma. Sie werden in inhalierbarer Form zur Verhütung von Anfällen und zur Verbesserung der Lungenfunktion abgegeben. Oral werden sie in höheren Dosen an Patienten verabreicht, die unter schweren Anfällen leiden. Corticosteroide zum Schlucken werden nach einem schweren Anfall in der Regel zumindest einige Tage weiter eingenommen. Corticosteroide können in verschiedenen Formen angewendet werden. Meist werden die inhalierbaren Präparate bevorzugt, die den Wirkstoff direkt in die Atemwege transportieren und den übrigen Organismus nur gering belasten. Die Präparate gibt es in verschiedenen Stärken und sie werden generell zweimal täglich angewendet. Patienten sollten nach der Anwendung den Mund ausspülen, um das Risiko einer Pilzinfektion des Mundes (Kandidose bzw. Mundsoor) zu verringern. Geschluckte oder gespritzte Corticosteroide können hoch dosiert werden, um bei schweren Asthmaanfällen Linderung zu bieten, und werden anschließend in der Regel noch ein bis zwei Wochen lang weiter eingenommen. Längerfristig werden Corticosteroide nur dann verschrieben, wenn andere Behandlungsformen die Symptome nicht bessern.

Eine Langzeitanwendung von Corticosteroiden kann die Wahrscheinlichkeit eines Asthmaanfalls allmählich verringern, da die Atemwege weniger anfällig für eine Reihe von auslösenden Stoffen werden. Besonders bei höheren Dosierungen, die oral eingenommen werden, kann dies jedoch mit Nebenwirkungen wie Fettleibigkeit, Osteoporose, Katarakten (Grauem Star), Blutergussneigung, Ausdünnung der Haut, Schlaflosigkeit, erhöhtem Blutzuckerspiegel und in seltenen Fällen Psychosen verbunden sein. Einige Studien legen nahe, dass es bei Kindern, die über einen längeren Zeitraum Corticosteroide einnehmen, zu Wachstumsverzögerungen kommen kann. Die meisten Kinder, denen Corticosteroide gegeben werden, erreichen aber mit der Zeit ihre Normalgröße.

Immunmodulatoren

Omalizumab ist ein Antikörper gegen Immunglobulin E (IgE), das ebenfalls ein Antikörper ist. Omalizumab wird bei Asthmatikern mit schweren Allergien und einem hohen IgE-Spiegel im Blut eingesetzt. Omalizumab verhindert, dass IgE an die Mastzellen bindet, und beugt so der Ausschüttung von entzündungsfördernden Substanzen vor, die zu einer Verengung der Atemwege führen können. Der Bedarf an oral einzunehmenden Corticosteroiden kann dadurch gesenkt werden, und zudem werden auch Asthmasymptome gelindert. Das Arzneimittel wird alle zwei bis vier Wochen als subkutane Injektion verabreicht. Nach der Abgabe des Mittels treten manchmal schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) auf. Neuere Immunmodulatoren werden zurzeit erforscht, die andere Substanzen angreifen, die bei Asthma eine Rolle spielen – wie z. B. die entzündungsfördernden Moleküle, die Interleukine genannt werden.

Verbreitete Arzneimittel zur Behandlung von Asthma

Medikament

Einige Nebenwirkungen

Anmerkungen

Kurz wirksame Beta-Sympathomimetika

Salbutamol

Levosalbutamol

Pirbuterol

Erhöhte Herzfrequenz

Zittern

Zur sofortigen Linderung eines akuten Anfalls

Lang wirksame Beta-Sympathomimetika

Arformoterol

Formoterol

Salmeterol

Erhöhte Herzfrequenz

Zittern

Zur kontinuierlichen Behandlung, nicht für akute Fälle

Nur in Kombination mit anderen Asthmamedikamenten empfohlen

Methylxanthine

Theophyllin

Erhöhte Herzfrequenz

Zittern

Magenverstimmung

Krämpfe (bei hohen Werten im Blut)

Ernst zu nehmende Herzrhythmusstörungen (bei hohen Werten im Blut)

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung

Oral einzunehmen, kann in Krankenhaussituationen aber auch intravenös verabreicht werden

Anticholinergika

Ipratropiumbromid

Mundtrockenheit

Beschleunigte Herzfrequenz

Wird in der Regel in Kombination mit einem Beta-Sympathomimetikum eingesetzt

Mastzellstabilisatoren

Cromoglicinsäure

Husten und Keuchen

Hilfreich zur Vorbeugung von Anfällen (meist belastungsinduziertes Asthma), aber nicht zur Behandlung von akuten Fällen

Corticosteroide (zum Inhalieren)

Beclometason

Budesonid

Flunisolid

Fluticason

Mometason

Triamcinolon

Pilzinfektion des Mundes (Mundsoor/Kandidose)

Veränderte Stimme

Inhalation zur langfristigen Vorbeugung von Asthma

Corticosteroide (oral)

Methylprednisolon

Prednisolon

Prednison

Gewichtszunahme

Erhöhter Blutzuckerspiegel

Psychose (selten)

Osteoporose

Katarakte (Grauer Star)

Ausdünnung der Haut und Blutergussneigung

Schlaflosigkeit

Für akute Anfälle und Asthma, das mit Therapien zum Inhalieren nicht unter Kontrolle gebracht werden kann

Leukotrienhemmer

Montelukast

Zafirlukast

Zileuton

Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (früher Churg-Strauss-Syndrom genannt)

Bei Zileuton erhöhte Leberenzymwerte

Eher zur Vorbeugung (langfristig) als zur Behandlung gedacht

Immunmodulatoren

Omalizumab

Reaktionen an der Einstichstelle

Anaphylaktische Reaktionen (selten)

Zur Senkung des Einsatzes von oral einzunehmenden Corticosteroiden bei Patienten mit schwerem Asthma

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